Archive for the ‘Krise’ Category.

Das Finanzsystem - ein Krebsgeschwür

finanzsystemDie weltweite Krise ist keine Wirtschaftskrise. Bilder von Brokern bestimmen das Bild, doch das ist irreführend.
Dies sind  nur die Symptome des Problems; die Ursachen liegen ganz woanders: die Haltung der Menschen zueinander ist fehlerhaft.

Mit ihrem Versuch aus Kapital maximale Gewinne zu schlagen, lösten dreiste Wallstreet-Broker die derzeitige Krise aus. Sie entwickelten komplexe und für den amerikanischen Immobilienmarkt gefährliche Finanzprodukte. Was machte es da, wenn dies manchmal auf Kosten anderer geschah? Hauptsache sie konnten innerhalb kürzester Zeit traumhafte Gewinne erzielen. Etwas Wesentliches ist ihnen bei all ihrer Gier entgangen. Sie haben nicht nur mit den Geldern anderer gespielt, sondern mit den Gesetzen jedes stabilen und widerstandsfähigen, natürlichen Systems. Medizin-Nobelpreisträger Prof. Günter Blobel, Nobelpreisträger für Zellforschung zeigte, dass das Überleben und Gedeihen jedes Systems in der Natur nur dann gewährleistet ist, wenn jede Zelle vom System nur das für ihr Überleben Notwendigste in Anspruch nimmt und mit ihren verbleibenden Kräften dem Nutzen des Systems als Ganzes dient. Und wir? Als Egoisten wurden wir geboren und als solche werden wir sterben – “aber wenigstens als reiche Egoisten”, sagten sich Vermögende, Analysten und Kreditunternehmen und legten los. Sogar die Investmenthäuser und die Versicherungen verwandelten sich in eine gut geölte Maschinerie, mit nur einem einzigen Ziel: aus Geld Geld zu machen. Aus dem Spiel der Weltwirtschaft wurde ein Russisches Roulette. Nur, dass der Gewehrlauf nun auf jeden von uns gerichtet ist.

Die Spieler kooperierten aus Profitgier und setzten so das Rad der Globalisierung in Gang. Doch sie gerieten geradewegs in die Grube hinein, die sie sich selbst gegraben hatten. Der Wille aus anderen Profit zu schlagen machte die “Menschen des Mammons” von eben diesen anderen abhängig. In dem Maße, wie der Egoismus wuchs, widersprach das Finanzsystem mehr und mehr den Gesetzmäßigkeiten, die die richtige Art der Beziehungen zwischen allen Teilen der Natur regeln. Gleich einer Zelle im lebenden Organismus, die nur für sich zu sorgen beginnt, verwandelte sich das Finanzsystem in ein Krebsgeschwür. Es schadete uns allen, nagte aber auch an seiner eigenen Widerstandskraft.
Und so stehen wir heute vor dem Zusammenbruch der heutigen Wirtschaft, einem Symptom, das durch die Fehlerhaftigkeit der egoistischen Verbindung unter den Menschen verursacht wurde.

Was tun? Zur Überwindung der Krise bedarf es einer Änderung im Wertesystem der Wirtschaft und des Denkens, das bisher die Grundlage unserer Handlungen darstellte. Begriffe wie “Gewinn” und “Verlust” müssen neu definiert werden. Statt nur begrenzten Interessen zu dienen, sollten die Vermögenden begreifen, dass der Nutzen für die Gemeinschaft die Basis eines für sie selbst profitablen Wirtschaftsmodells darstellt. Mit anderen Worten, ob ein Geschäft gewinnbringend, ob es für Unternehmen und Einzelpersonen lohnend ist, muss am Nutzen für das Ganze gemessen werden. Früher oder später werden sie sonst die volle Wucht der egoistischen Denkweise zu spüren bekommen. Wie derzeit - wo das Kartenhaus, das wir aufgebaut haben, ins Wanken gerät und über ihren Hoffnungen auf Gewinne einzustürzen droht.

Um den Prozess in Gang zu setzen, müssen die Medien mitmachen und mit der Vermittlung neuer Werte beginnen. Die Sorge für die anderen muss in den Mittelpunkt rücken und das begrenzende Eigeninteresse in Schach halten. Die Vermögenden werden neue Wege gehen, um sich die in der Sache liegende Ehre und Wertschätzung zu verdienen. Ein natürliches Gleichgewicht wird sich so allmählich in den Gesellschaftssystemen einstellen. Die Vermögenden und die Öffentlichkeit werden parallel dazu, nach und nach, neue Denk- und Handlungsweisen für ein Leben in einem stabilen und guten Gesellschaftssystem entwickeln.

Autor: Tobias Hemmerich (22.07.2009)

Fünf Dinge, die Sie wissen sollten, um heil durch die Krise zu kommen

Im Folgenden 5 Regeln, die ihnen helfen werden richtig zu handeln und heil durch die Krise zu kommen.

1. Der wahre Grund für die Krise
Der Keim des “Bösen” als Verursacher der Krise wurde vor sehr langer Zeit gelegt, zum Zeitpunkt, als ein riesiges Netzwerk weltweiter kommerzieller, technologischer und sozialer Verbindungen errichtet wurde. Dieses Netzwerk machte aus unserer Erdkugel ein kleines und verbundenes Dorf und führte dazu, dass jeder von uns von den Geschehnissen am anderen Ende der Welt abhängig ist. Das einzige Problem ist, dass dieses Netzwerk von Verbindungen auf rein egoistischer Grundlage aufgebaut wurde, die den persönlichen Profit heiligt, sogar  wenn das die Zerstörung des anderen bedeutet. Von hier aus ist der Weg kurz zu der Geldgier, die sich im System eingenistet hat, von dort zum Verlust an Vertrauen und schließlich - die Krise.

2. Bedingung um erfolgreich zu sein
In der letzten Zeit werdet ihr leicht mehrere Anbieter finden können, die euch anbieten “Auf Kosten der Krise Gewinne zu machen”. Bevor Ihr euch verführen lasst, solltet Ihr wissen, dass in der neuen Situation, in die wir hinein geraten sind, das alte Gewinnsystem nicht mehr funktioniert. Die Weltwirtschaft läuft jetzt nach anderen Mustern ab: Jede Handlung die von einem einzelnen oder einer Gesellschaft ausgeführt wird, beeinflusst den gesamten Markt, und kommt schließlich wie ein Bumerang auf den Verursacher zurück. Deshalb, wenn Ihr unter den neuen Bedingungen Gewinne machen wollt, bemüht euch herauszufinden, wie durch diese Aktion auch der Markt positiv beeinflusst werden kann. Je blühender der Markt wird, desto mehr werdet Ihr als einzelne in ihm blühen.

3. Besser zusammen als allein
Eine der positiven Auswirkungen von Krisen ist, dass sie die Menschen miteinander verbindet und sie veranlasst zusammen zu arbeiten. In den Vereinigten Staaten beispielsweise ist eine Geschichte über ein Krankenhaus bemerkenswert, in dem alle Mitarbeiter einschließlich der Ranghöheren untereinander vereinbarten, auf einige Aufwertungen zu verzichten, damit niemandem gekündigt werde. Sie waren erfolgreich und heute ist das Krankenhaus ein Vorbild für alle im Lande. Auch bei uns hören wir über ähnliche Aktionen.

Der Regel ist einfach: je größer die Anzahl der Menschen ist, die verstehen, dass ihre Zukunft voneinander abhängt und die bereit sind Zugeständnisse zugunsten eines gemeinsamen Erfolgs zu machen, desto größer ist die Aussicht auf Erfolg.

4. Die Regeln des Spiels erkennen
Von Kindheit an haben wir Wissen erworben, wie wir als einzelne in diesem Leben erfolgreich sein können. Der Globalisierungsprozess aber, der die Wirtschaft zu einem Weltsystem verbunden hat, machte alle Informationen über privaten Erfolg irrelevant. Die Spielregeln in der neuen Realität, die sich ergeben hat, sind Regeln, die bestimmen, wie ein erfolgreiches System funktioniert. Systemforscher in den Wissenschaften (wie “Wissenschaft komplexer Systeme” und ähnliche), liefern das Vorbild der “natürlichen” Systeme. Zum Beispiel die Harmonie, in der die gesunden Körperzellen miteinander funktionieren. Solche Beispiele und andere gibt es reichlich um uns herum. Es ist besser, dass jeder von uns sie ein wenig kennen lernt, als darauf zu warten, dass das Leben selbst uns schulen wird.

5. Sichere Investition
Das Beste, was ihr tun könnt, außer selbst die Systemregeln zu studieren, ist dafür zu sorgen, dass auch andere sie kennen lernen. Je mehr Menschen wissen werden, wie richtig zu handeln ist, desto schneller werden wir eine positive Wende sehen und uns dem Ende der Krise nähern. Es lohnt sich etwas Zeit und Energie darin zu investieren!

Autor: Dudi Aharoni (09.04.2009)

Kapitalismus der anderen Art

Letztens wurde in der Financial Times ein Artikel von Richard Layard veröffentlicht - dem Gründer des Zentrums für Economic Performance an der angesehenen Wirtschaftsschule in London  (London School of Economics - LSE). Unter der Schlagzeile “Jetzt ist es an der Zeit für einen weniger egoistischen Kapitalismus”, stellt Layard, einer der Spitzenökonomen Englands, eine neue kapitalistische Ausrichtung vor, die er als “einen humaneren Kapitalismus” definiert.

Layards Meinung nach hat die moderne Gesellschaft “ihre Werte geopfert”. Wenn in den 60er Jahren 60% der Allgemeinheit in England und in den Vereinigten Staaten geglaubt haben, dass “den meisten Menschen vertraut werden kann”, ist der Prozentsatz heute auf 30 % gesunken. Aus Layards Worten ergibt sich, dass unsere Gesellschaft mit den Jahren immer egoistischer und individualistischer wird. Anstatt den gegenseitigen Respekt hervorzuheben, stürzt der Wille, auf Kosten der anderen zu profitieren, unsere Gesellschaft hinunter auf einen Scherbenhaufen. Die Früchte unseres egoistischen Verhaltens kommen im Bankensektor klar zum Ausdruck, erklärt Layard, aber ” man sieht sie auch im Familienleben (mehr Trennungen), auf dem Spielplatz (weniger Freunde, denen du vertrauen kannst) und am Arbeitsplatz (zunehmender Wettbewerb zwischen Kollegen)”.

Aber noch ist nicht alles verloren. Um das Erscheinungsbild unserer Gesellschaft zu bessern und das gegenseitige Vertrauen wiederherzustellen, schreibt Layard, “müssen wir damit in der Schule beginnen, wenn nicht sogar früher. Kinder sollten lernen, dass ein würdiges Leben ein Leben ist, was das wenigste Elend und die meiste Freude in die Welt bringt”. In der Tat, setzt Layard fort, “diese Regel sollte auch für das Geschäfts- und Berufsleben gelten. Menschen sollen einer für die Gesellschaft nützlichen Arbeit nachgehen, und sich nicht nur am Gewinn auf dem Papier orientieren. Alle Berufe - auch Journalismus, Werbung und Wirtschaft - sollten einen klaren Ethik-Kodex haben, dem sich alle Berufstätigen ihrer jeweiligen Branche unterwerfen sollen”.

“Wir wollen keinen Kommunismus”, fasst Layard zusammen. “Wie die Forschung zeigt, die Länder unter kommunistischem Regime waren die am wenigsten glücklichen der Welt und auch ineffizient”. Was brauchen wir stattdessen? “Eine humanere Art von Kapitalismus, die nicht nur auf einer besseren Regelung, sondern auch auf besseren Werten basiert. Wir brauchen keine Gesellschaft, die auf dem darwinistischen Prinzip des Wettbewerbs zwischen Individuen beruht. Über das für die Existenz notwendige hinaus, ist das beste Erlebnis, das die Gesellschaft den Menschen bieten kann, die Empfindung, dass andere Menschen an deiner Seite sind. Das ist die Art von Kapitalismus, die wir wollen”.

Autor: anonym (07.04.2009)

Wer will Was von den G-20?

In den Nachrichten (Reuters): “Wer will Was von den G-20?”:

China - fordert mehr IMF Stimmrecht und straffere internationale Regulierung der Finanzmärkte; letzte Woche brachte es die Idee einer neuen - gegründet auf IMF Sondererziehungsrechten - globalen Währung in Umlauf, was jedoch eine abweisende Erwiderung nach sich zog.

Mexiko - will, dass die G-20 die internationalen Finanzorganisationen stärkt, ihre Unterstützung für aufstrebende Wirtschaften verstärkt und die finanzpolitischen Maßnahmen gegen die globale Krise koordinieren.

Russland - will die Reform der IMF und der Weltbank; mehr Mitsprache - und mehr Stimmrecht - für aufstrebende Wirtschaften.

In Afrika bricht die Hauptinfrastruktur zusammen und vom gesamten afrikanischen Kontinent wurde nur Südafrika zu den G-20 eingeladen. etc..

Kommentar von Michael Laitman:

Wenn sie nur folgendes tun würden:

  1. Ein einziges Anti-Krisen-Zentrum gründen, verantwortlich für die globale Verteilung von Gütern und Diensten, die für die Existenz notwendig sind.
  2. Dieses Zentrum steuert sämtliche finanziellen, menschlichen, natürlichen und kommerziellen Ressourcen;
  3. sorgt dafür, dass kein Land der Welt ein anderes für etwas die Schuld gibt;
  4. zwingt die Länder, die Aufrüstung mit Waffen zu stoppen und beginnt mit der Abschaffung der Waffenindustrie;
  5. beginnt sofort mit einer globalen Erziehung, indem alle Medienkanäle genutzt werden;
  6. stoppt jede Art direkter oder indirekter Propaganda und Zwang in den Massenmedien;
  7. gibt eine eindeutige Erklärung von akzeptablen wechselseitigen Methoden für das Herauskommen aus der Krise.

Der “Human Economicus”

Nach dem Auftritt von Ben Bernanke in der Sendung “60 Minuten” vom CBS Fernsehsender in Amerika sind die Nachrichten-Agenturen der Welt mit Schlagzeilen heraus-gekommen, von denen wir schon vergessen haben, sie jemals in einer Wirtschaftszeitung gesehen zu haben: “Bernanke hat seine Einschätzung bekräftigt, dass ein Ende der Rezession in den USA bereits in diesem Jahr möglich ist; in 2010 werden wir eine Erholung der Wirtschaft erleben”. Wenn es Obamas Regierung und der ‘Fed’ gelingen wird, die Banken gewissermaßen zu stabilisieren, so zitierten die Zeitungen Bernankes Worte, werden wir einen neuen Weg einschlagen. “Keine Bank wird mehr zusammenbrechen”, versicherte der amerikanische Notenbankchef. Wer’s glaubt, wird selig.

Von: Eli Vinocur

Das Interview, das Bernanke gab – das erste eines amtierenden Fed-Chef seit 22 Jahren kommt aus dem Hintergrund der ansteigenden Wut der amerikanischen Öffentlichkeit. Anscheinend neigt sich die Gnadenfrist Barak Obamas erbärmlich dem Ende zu, während die Wirtschaft weiter auf Talfahrt ist und der einfache Bürger sieht , wie seine Steuergelder im Bankensystem verschwinden, so als ob es sie nie gegeben hätte.

Nichts desto trotz, Bernanke und seine Freunde in der Administration planen bald ein zusätzliches Paket zu fordern zur Ankurbelung der Wirtschaft in Höhe von hunderten Millionen Dollars. Wenn wir die Banken mit genügend Geld versorgen würden, so meint man in Obamas Regierung, werden die Banken anfangen können Darlehen an Geschäfte und Privatpersonen zu geben. Ab dem Moment, wo Privatpersonen Kredite nehmen werden, wird der Konsum wachsen und die Wirtschaft wird anfangen mehr zu produzieren und es werden mehr Arbeitnehmer eingestellt werden können. Wenn das geschehen wird, werden auch die Großinvestoren – die aus der Angst heraus in zweifelhafte Banken zu investieren in der Zwischenzeit ihr Geld zurückhalten – anfangen Geld zu investieren. Und dann wird sich die Regierung zurückhalten können, das Geld wird wieder in die Flüsse der Wallstreet fließen, und die Ökonomie wird in ihre Gleise zurückkehren.
Aber wie haben wir gesagt?
Viel Erfolg Bernanke! Wer’s glaubt, wird selig.

Obwohl die unermesslich hohen Geldsummen, die in den USA-Finanzmarkt geschüttet wurden noch nicht ihre oben erwähnten Ziele erreicht haben, ist es schon klar, dass selbst wenn sich die Wogen der Krise besänftigen werden, es nur eine vorüber-gehende Beruhigung sein wird. Warum? Weil die Lösung, die die Amerikaner vorschlagen zu der alten Welt gehört, in der die Menschen gearbeitet und als Einzelne gehandelt haben. Das klassische ökonomische Modell, demnach der Mensch von eigennützlichen Interessen motiviert wird, wo die Aufgabe der Wirtschaft ist, dem Privatmenschen dieses Bedürfnis zu erfüllen, ist nicht mehr relevant in der integralen Welt in der wir leben. Seitdem die Menschen sich miteinander verbunden haben, ist die wirtschaftliche Zukunft eines Menschen oder eines Staates von anderer Menschen Entscheidungen abhängig geworden. Das Ego des ökonomisch denkenden Menschen oder “der Homo Economicus” (so wie wir alle im Ökonomie-Jargon der Berufsbezeichnungen genannt werden) hat sich weiterentwickelt und sich zum globalen Ego gewandelt. Von nun an, geehrte Ökonomen, sagt “der Human Economicus” und nicht “der Homo Economicus”. Das sind die Gesetze des neuen Lebens.

Es wird nicht helfen, den Banken aus der Krise herauszuhelfen oder Institutionen und Körperschaften der Wirtschaft zu regulieren. Solange das Ziel die Wiederherstellung des alten Systems sein wird, werden wir von dem Geld und den Anstrengungen keinen Nutzen haben. Solange wir die neue Realität ignorieren werden, die uns die Weltkrise enthüllt hat – solange wir nicht verstehen werden, dass der einzige Weg das Vertrauen an das System zurück zu gewinnen darin besteht, die zwischenmenschlichen Beziehungen neu zu ordnen - solange wird Stabilität und Stärke der Wirtschaft einem Treibholz in stürmischer See gleichen. Die Beziehungen des Einzelnen innerhalb der menschlichen Gesellschaft haben sich gewandelt. Dieses muß verinnerlicht als auch verstanden werden, dass die Ökonomie, die die gegenseitigen Beziehungen der Menschen untereinander ausdrückt, entsprechend verändert werden muß.

In der Tat ist unsere Empfindung in eine neue und unbekannte Welt eingetreten zu sein, in der andere Gesetze herrschen, schon an die Oberfläche gekommen und beginnt in die Köpfe der Anführer einzudringen. So zu Beispiel beginnt ein Artikel mit dem Titel “Die außerordentlichen Beziehungen unter uns haben sich globalisiert”, vor ca. einem Monat vom britischen Premier Gordon Brown: “die Historiker werden zurückschauen und sagen, dass diese Zeiten keine gewöhnlichen waren, sondern ein entscheidender Zeitpunkt: ein beispielloses Zeitalter globaler Veränderung, eine Zeit, in der ein Kapitel geschlossen und ein anderes Kapitel aufgeschlagen wurde”. “Globalisierung ist nicht eine Wahl, sondern eine Tatsache” so weiter Brown, “Die einzige Frage ist, wie wir uns damit auseinandersetzen werden – ob gut oder schlecht…  Wir müssen zusammen arbeiten… Das ist die erste Wirtschaftskrise, die wirklich eine globale ist…  Das 21ste Jahrhundert ist das erste wirklich globale”. Scharfe Worte Mr. Brown! Das einzige Problem ist, dass es sich derweil nur um Worte handelt.

Auch wenn hinter solchen Ankündigungen ein starker, wahrhaftiger Wille zur Veränderung steht, läßt sich schwerlich sagen, dass dies die Richtung ist, in der die Anführer handeln. Die Versuche das alte System durch Finanzspritzen an die Banken wiederherzustellen, entsprechen Spritzen von Steroiden, die einem Kranken in fortgeschrittenem Sterbeprozess verabreicht werden. Um eine echte Änderung herbeizuführen, damit das Vertrauen an das System zurückgewonnen und die Welt auf die Gleise zurück gebracht wird, müssen wir uns vom vorherigen System lösen, in dem die Menschen die ganze Zeit nur danach getrachtet haben, wie sie andere über den Tisch ziehen können. Man muß ein der neuen Weltordnung zuträgliches System aufbauen, ein solches, welches die zwischenmenschlichen Beziehungen zur Bürgschaft unterstützen wird, was heutzutage notwendig ist. Der benötigte wahre ‘New Deal’ muß wirklich ‘New’ sein, genau wie die Welt, und nicht gewissermaßen nur eine Verbesserung des alten ‘Deals’.

Was also ist zu tun?

  1. Neben der ökonomischen Hilfe für Industrien, Firmen und Staaten, die vor dem unmittelbaren Zusammenbruch stehen, müssen die Führenden anfangen, einen gewissen Geldbetrag auszuschütten für Aufklärung und Erziehung der Menschen. So schnell wie möglich werden alle Menschen verstehen müssen, dass in der neuen Welt alle in einem Boot sind. In dieser neuen Welt ist kein Platz für die alte egoistische Einstellung, die einem Lochbohren in ein Boot gleicht, in dem wir alle gemeinsam sitzen. Ob ich will oder nicht, es ist nicht mehr möglich sich auf Kosten der anderen zu vergnügen. Wir alle sind miteinander verbunden. “Jeder bürgt für den anderen”, erinnert Ihr euch?
  2. Nachdem die Menschen zu verstehen beginnen werden, dass wir darunter leiden, dass unsere gegenseitigen Verbindungen nicht an die Verbindungen wie sie in der neuen Welt sein müssen angepasst sind, nicht zu reden davon, dass sie das Gegenteil davon sind - werden sie nicht mehr damit einverstanden sein, mit dem gegenwärtigen egoistischen System weiterzuleben. Es wird nicht nötig sein, Beschränkungen und Regulierungen auf sie zu zwingen, sondern sie werden von selbst zu denken anfangen, wie ein System zu errichten ist, das auf anderen Werten gründet. Und dann, anstelle des globalen Egos wird sich in ihnen stufenweise ein globaler Verstand zu entwickeln beginnen, ein neues Verständnis, aus dem heraus sich eine neue und stabile Ära aufzubauen beginnen wird. Eine Ära auf die die Historiker zurückschauen und sagen werden: “Diese Menschen haben wirklich ein neues Kapitel geöffnet, sie haben einen Weg eingeschlagen, die Wirklichkeit in der wir leben, verbessert”.

Politiker, Wissenschaftler und Analysten zeigen sich besorgt

Die Ursache für die Krise liegt in unserer egoistischen Natur. Die Krise enthüllt uns, dass wir im Gegensatz zur Natur stehen, zur Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Unsere Ungleichheit zur Natur drückt sich in Form von Leiden aus, das uns beeinflussen und erkennen lassen möchte, dass wir der Natur gleichwerden müssen, dass wir die Eigenschaft erwerben müssen den Nächsten zu lieben. Die Natur wird uns auf die eine oder andere Weise dazu zwingen. Es ist eine Tatsache, dass die Welt bereits zu einem kleinen globalen Dorf geworden ist, wo jeder Mensch von allen anderen abhängig ist.

Autor: Michael Laitman (22.März.2009)

Gedanken, welche mir heute im Hinblick auf den Amoklauf von Stuttgart kamen…

Was ist der Unterschied zwischen einem funktionierenden System eines Ameisenvolkes und dem krisengeschüttelten System Menscheit?

Jede Ameise würde ihr Leben für das Leben einer anderen und das Wohl der Gemeinschaft opfern.
Der Mensch tötet (wirtschaftlich, geistig, körperlich) für die maximale Füllung seines Egoismuses seine eigenen Brüder und Schwestern.

Autor: anonym (11.08.2009)

Gespräch unter Fr. Müller und Fr. Schmidt…

….warum sieht die Welt Situation so aus (globale Krise ) usw.?, wenn man nicht weit entfernt schaut zb. ein Wohnhaus wo so viele Menschen in einen block zusammen wohnen und kein Nachbar den anderen kennt…Anonymität der dadurch Einsamkeit entsteht, was nicht selten zu Depressionen, suizid und anderen unangenehmen zustanden führt, sehen wir das nur durch manchmal ein kleines lächeln, guten Tag, wie geht es ihnen schon zu den ersten Kontakt kommt wo man der anderen ein bisschen Aufmerksamkeit schenkt und dadurch ein Gefühl gibt das wir alle Menschen sind die die gleiche Bedürfnisse haben, essen, schlafen, arbeiten, Familie, lieben usw. das hier schon die Verbindung fehlt. Wir sollen uns die Hand reichen und versuchen und so zu betrachten wie uns der Liebe Gott geschaffen hat…nämlich ALLE gleich, egal ob wir weiß,rot,schwarz oder gelb sind, egal ob wir in eine Reinigungsfirma oder an der Arztpraxis arbeiten…weil jede von uns in der gleiche Öffnung das essen stopft, und aus der gleichen Hinterteil kommt das verdaute raus. Also nur zusammen durch Respekt, und miteinander was nichts anderes heißt “liebe dein nächsten wie dich selbst” machbar ist uns diese globale Chaos zu stellen, und noch wichtiger zu entkommen. Also liebe Fr. Müller , wollen wir gegen die Welt Situation etwas unternehmen und den Anfang starten…wie wärst mit eine warme tesle Kaffee?!

Autor: anonym (10.08.2009)